Die Beziehung zwischen Eltern und ihrem Kind ist die erste und wichtigste Brücke, die ein Kind trägt. Auf dieser sicheren Verbindung baut alles Weitere auf, auch der Übergang in den Kindergarten. Deshalb ist jede Eingewöhnung einzigartig. Sie ist so individuell wie jedes Kind und jede Familie.
Auch Tränen können Teil einer gelungenen Eingewöhnung sein. Doch Tränen sind nicht gleich Tränen. Es gibt Tränen, die helfen, Gefühle zu regulieren und Anspannung loszulassen. Diese Tränen fühlen sich „warm“ an, sie sind Ausdruck eines Kindes, das sich in seiner Emotion begleiten lässt und wieder in die Sicherheit zurückfindet.
Wir sehen diesen Unterschied und ihr Kind. Wir nehmen uns die Zeit, genau hinzusehen, die Signale Ihres Kindes ernst zu nehmen und die Eingewöhnung an seinen individuellen Bedürfnissen auszurichten.
Die Eingewöhnung ist für Kinder und Eltern eine besondere und oft emotionale Zeit. Es ist völlig normal, wenn der Abschied schwerfällt und Gefühle wie Traurigkeit, Unsicherheit oder Sorge auftreten. Diese Emotionen dürfen da sein und sind ein Ausdruck der engen Bindung zum Kind.
Gleichzeitig orientieren sich Kinder stark an den Gefühlen ihrer Eltern. Deshalb ist es hilfreich, die eigenen Ängste und die Traurigkeit nicht auf das Kind zu übertragen. Kinder brauchen das Vertrauen ihrer Bezugspersonen, dass sie die neue Situation bewältigen können.
Ein liebevoller, zuversichtlicher Abschied gibt dem Kind Sicherheit. Diese Haltung vermittelt Vertrauen und unterstützt das Kind dabei, Schritt für Schritt eine sichere Beziehung zu den pädagogischen Fachkräften aufzubauen und sich in der neuen Umgebung einzuleben.
Eine Eingewöhnung verläuft selten geradlinig. Es gibt Tage, an denen Ihr Kind mutig und neugierig die Welt entdeckt, und andere, an denen es Ihre Nähe besonders braucht. Beides gehört zu einer gesunden Entwicklung dazu. Deshalb ist es wichtig, die Eingewöhnung nicht an Erwartungen oder einem festen Zeitplan zu messen. Erwartungsdruck ob von außen oder von uns Erwachsenen, kann den Prozess erschweren, weil Kinder vor allem eines brauchen: Sicherheit und das Gefühl, gesehen zu werden.